Mob Psycho 100 (2017-18) – Parapsychologisches Knäckebrot mit Twists…

Ein würdiger Nachfolger: „Mob Psycho 100“

Mob Der Typ mit dem irren Blick: ‚Mob‘ | © manime.de

Anknüpfend an den Ersterfolg von „One Punch Man“ ist der preisgekrönte Manga und Anime zu „Mob Psycho 100“ ein weiteres Highlight in der Karriere vom Künstler ONE. Beide Serien zeigen auf humorvolle Weise die Tücken des Lebens, in denen ein Langweiler in den Genuss der Aufmerksamkeit kommt. Ein Langweiler mit zu starken Kräften. In diesem Fall auch noch ein pubertierender Teenager. Und alles wie immer mit einem Augenzwinkern des Autors.

Die Serie enthält: ein komplexes Mauerblümchen, ein parapsychologisches Büro, Gefühlsausbrüche, Geschwisterliebe, Exorzismus, Schulclubs, verbogene Gabeln

Handlung: Shigeo Kageyama alias Mob ist ein unauffälliger, unaufgeregter, leicht unbeholfener Schüler mit einem weitaus begabteren und beliebteren kleinen Bruder. Dafür kann Mob immense psychische Kräfte benutzen, die er wegen schlechter Erinnerungen unter Kontrolle halten möchte. Im Alltag versucht er sie nicht einzusetzen. Die Ausnahme bildet sein Job. Nach der Schule arbeitet er für das angebliche Medium Reigen. Reigen zieht den Leuten Geld aus der Tasche, während Mob die tatsächliche Arbeit macht und Geister beseitigt. Mob erhält wiederum Rat, wie er sein Leben besser führen kann. Denn momentan möchte er sich verändern. Eines Tages trifft er auf einen Kult, der seine Anhänger unter Lachgehirnwäsche setzt. Der Anführer scheitert an Mob und versucht ihn seit jeher zu bekämpfen. Kurz darauf tritt Mob einem Schulclub bei und wird von einigen Schulgangs verfolgt. Als dann auch noch sein kleiner Bruder Ritsu in die Konflikte seines Bruders hingezogen wird, nimmt alles einen unerwarteten Lauf. (Carlsen-Altersempfehlung: 14)Weiterlesen »

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„Mr. Bill“ und das Bildungswesen (Teil 3)

Weg mit den Handys! Weg mit aufgezwungenen Fächern! Weg mit Klassenunterschieden…? Die aktuellen Unruhen in Chemnitz haben wir den Klassenunterschieden und fehlendem Respekt zu verdanken. In Deutschland sind die Grundschulen noch recht gemischt, aber ab der Oberschule gibt es dank des vertikalen Trennungssystems das Gymnasium bis zur Förderschule. Trotz des Aufstiegs in vielen Arbeiterfamilien und der immer höheren Quote an Abiturienten und Studienabsolventen, bleiben die Klassen noch unter sich.

Multiprobleme

Rütli SchuleMr. Bill versucht, auf Augenhöhe mit den Schülern zu sein. das kommt nicht gut an. | © Mr. Bill (1994) auf cinemaxx.de

„Problemlösefähigkeit, Kreativität, Soziales Miteinander!“ wäre mein Slogan, würde ich wie Nena eine eigene Schule gründen. In der DDR gab es die Polytechnische Oberschule. Dort waren die Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse zusammen. Auch hier trennte man „die Spreu vom Weizen„, aber erst nach der 10. Klasse. Bis dahin brauchte es Toleranz. Es blieben Gymnasiasten und Hauptschüler in einer Klasse. Kein Wunder, dass das Modell unter dem Namen Gemeinschaftsschule allmählich zurückkehrt.

Irgendwann wechselte ich auf eine Schule, in der Kinder den Duden oder das Lexikon erst kennen lernten. Ihr Englisch war bescheiden. Es gab keine Regeln zu Kaugummis oder zum Kippeln. An meiner alten Schule packten uns die Lehrer teilweise an den Ohren. Hier gab es Vandalismus und Kontakt zu Drogen. Unter anderem.

Im Bezug auf das schlechte Verhalten gibt es immer noch Debatten um die korrekte Kleidung. Was ist freizügig und was normal im Zeitalter von ISIS. Mr. Bills Schüler sind Soldaten. Sie tragen eine Uniform. Das hält die Doppel-Ds aber nicht vom schlechten Benehmen ab. Genauso wenig die Schüler in Großbritannien, wo Mobbing und fehlender Respekt vor Lehrern ein Dauerthema ist.

Mr. Bill löst Probleme auf eine andere Art. Mit viel Einsatz und dem Schaffen von Wissen. Er bringt den Soldaten Shakespeare bei. Vorher kannte ihn niemand. Später können sie sein Werk „Hamlet“ zitieren. Zuerst lachten sie, dann wollten sie mehr. Und alles begann mit der Neugier eines Schülers.Weiterlesen »