Yamishibai (2013-) – Wer braucht schon Schlaf?

Yamishibai – Japanische Geistergeschichten

Yamishibai Yamishibai | © Crunchyroll.com

Japans Mythologie und modernes Leben haben viele Erzählungen geschaffen, in denen nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen ist. Das Land hat so viele Horrorgeschichten, die über die Grenzen hinaus bekannt wurden. Die Serie „Yamishibai“ (seit 2013) stellt einige dieser Geschichten von Geistern, Monstern und Zwischenwelten vor.

Die Serie enthält: traditionelle Animationen, düstere Musik, verlorene Menschen, kurze Episoden, Monster, urbane Legenden, gruselige Intros und Outros

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Mob Psycho 100 (2017-18) – Parapsychologisches Knäckebrot mit Twists…

Ein würdiger Nachfolger: „Mob Psycho 100“

Mob Der Typ mit dem irren Blick: ‚Mob‘ | © manime.de

Anknüpfend an den Ersterfolg von „One Punch Man“ ist der preisgekrönte Manga und Anime zu „Mob Psycho 100“ ein weiteres Highlight in der Karriere vom Künstler ONE. Beide Serien zeigen auf humorvolle Weise die Tücken des Lebens, in denen ein Langweiler in den Genuss der Aufmerksamkeit kommt. Ein Langweiler mit zu starken Kräften. In diesem Fall auch noch ein pubertierender Teenager. Und alles wie immer mit einem Augenzwinkern des Autors.

Die Serie enthält: ein komplexes Mauerblümchen, ein parapsychologisches Büro, Gefühlsausbrüche, Geschwisterliebe, Exorzismus, Schulclubs, verbogene Gabeln

Handlung: Shigeo Kageyama alias Mob ist ein unauffälliger, unaufgeregter, leicht unbeholfener Schüler mit einem weitaus begabteren und beliebteren kleinen Bruder. Dafür kann Mob immense psychische Kräfte benutzen, die er wegen schlechter Erinnerungen unter Kontrolle halten möchte. Im Alltag versucht er sie nicht einzusetzen. Die Ausnahme bildet sein Job. Nach der Schule arbeitet er für das angebliche Medium Reigen. Reigen zieht den Leuten Geld aus der Tasche, während Mob die tatsächliche Arbeit macht und Geister beseitigt. Mob erhält wiederum Rat, wie er sein Leben besser führen kann. Denn momentan möchte er sich verändern. Eines Tages trifft er auf einen Kult, der seine Anhänger unter Lachgehirnwäsche setzt. Der Anführer scheitert an Mob und versucht ihn seit jeher zu bekämpfen. Kurz darauf tritt Mob einem Schulclub bei und wird von einigen Schulgangs verfolgt. Als dann auch noch sein kleiner Bruder Ritsu in die Konflikte seines Bruders hingezogen wird, nimmt alles einen unerwarteten Lauf. (Carlsen-Altersempfehlung: 14)Weiterlesen »

Die letzten Glühwürmchen (2002): Die Kinder sind tot!

„Die letzten Glühwürmchen“

Seita und Setsuko
Rot gefärbte Erinnerungen: Seita (14) und Setsuko (4) | © Akiyuki Nosaka auf animenachrichten.de

Der kürzlich verstorbene Isao Takahata (1935-2018) war nicht nur Mitbegründer des Studio Ghiblis, sondern auch einer der wichtigsten Erschaffer des Ghibliuniversums. Der Film „Die letzten Glühwürmchen“ erschien in Japan 1988, kam aber erst 2002 nach Deutschland. Es ist neben dem Anime „Barfuß durch Hiroshima“ (1983) eine der offensten Darstellungen des Zweiten Weltkrieges, erzählt aus der Sicht von Kindern.

Bekannt ist der Anime als ‚Tearjerker‘, ein Film zum Weinen.
Zu Ehren Takahatas möchte ich diesen Film vorstellen.

Der Film enthält: Krieg, zwei Geschwister, Luftangriffe, Reis, Erziehung, Wasser und Erde, Plünderungen, eine Dose Bonbons

Handlung:  Kobe, 1945. Kurz vor Kriegsende häufen sich auch hier die Luftangriffe. Die Geschwister Seita und Setsuko leben im  Moment nur mit ihrer Mutter zusammen. Der Vater ist Soldat der japanischen Marine und kämpft auf See. Eines Tages trennen sich die Mutter und die Kinder voneinander, um den Bomben zu entfliehen. Als Seita mit seiner kleinen Schwester am Sammelplatz ankommt, erfährt er vom Tod der Mutter. Er beschließt, Setsuko nichts zu erzählen und kommt mit ihr bei der Tante unter. Zunächst scheint es eine gute Unterkunft zu sein, doch bald werden die Rationen für die Bevölkerung kleiner und die Tante beginnt, die Kinder unter Druck zu setzen. Seita entschließt sich, allein mit Setsuko in einem Unterbau am Fluss zu leben und ihr alles zu geben, was sie braucht. Doch die Situation ist schwerer als gedacht. (FSK: 6)Weiterlesen »