Mind Game (2009) – Wenn nicht jetzt, wann dann?!


Mind Game | © wikipedia.org

Man braucht keine Drogen, um diesen Film zu sehen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, die Drogen danach zu nehmen, um wieder herunter zu kommen! In einem Interview soll Satoshi Kon (u.a. „Paprika„, „Perfect Blue„, „Paranoia Agent„) diesen Film als „outstanding“ (dt. hervorragend) bezeichnet haben. Die Übersetzung des Wortes out|stan|ding ist bei diesem Film eine interessante Spielerei!

Mind Game“ (Maindo Geimu, 2004/09) ist ein in Deutschland eher unbekannter Animationsfilm aus Japan. In Deutschland kam er scheinbar direkt auf DVD. Viel mehr gibt es zu diesem Film kaum zu finden. Es ist bei Studio 4° C (u.a. „Tekkonkinkreet„, „Berserk„, „Justice League„, „Kid Ikarus„) produziert worden. Regisseur war Masaaki Yuasa. Dessen Hirn bescherte uns bereits Werke wie „Kemonozume “ (2002), „Kaiba“ (2008), „The Tatami Galaxy“ (2010) und „Ping Pong“ (2014). Nebenbei arbeitet er an Serien mit, zum Beispiel „Shin Chan„, „Space Dandy“ und „Adventure Time„. Der Film soll auf Blu Ray veröffentlicht werden. Dazu wurde eine Kickstarterkampagne gestartet, die schon nach einem Tag sämtliche Ziele erreichte.

Der Film enthält: Generationen, Träume und Flashbacks, ein Restaurant, einen Wal, Liebeskummer, verschiedene Morde, sexuelle Wünsche, viel Wasser, Farben

Handlung: Nishi wohnt in Osaka. Er ist Mangaka, arbeitet aber in Minijobs. Seit Ewigkeiten ist er in Myon verliebt, die ihn zwar toll findet, aber nun mit einem attraktiveren Typen geht. Nishi bleibt in ihrer Nähe, doch er kann sich nicht durchsetzen. Eines Tages besucht er Myons Familie in deren Restaurant. Zwei unheimliche Männer suchen den Vater, der sich augenblicklich hinter dem Tresen versteckt. Nishi, Myon und ihre Schwester schweigen und werden von den Männern belästigt. Als Nishi versucht, sich zu wehren, wird er erschossen. Durch ein Wunder, reist er zurück in die Vergangenheit. Es ist als wäre er ein neuer Mensch. Er schafft es, mit den Schwestern zu fliehen. Doch anstatt sicher irgendwo anzukommen, landen die drei im Wasser. Das dachten sie zumindest, bis ein alter Mann sie eines besseren belehrt. (FSK: 16)Weiterlesen »

„Mr. Bill“ und das Bildungswesen (Teil 2)

Heute findet in mehr als 500 Städten der March for Science statt. Am Tag der Erde. Gewidmet ist die Demonstration Menschen, die für die Bedeutung der Wissenschaft als Erbe der Aufklärung eintreten und gegen Ignoranz, welche auch vor Staatspräsidenten nicht halt macht. Impfgegner, Kreationisten, Truther und Klimawandelskeptiker sind mit der Wissenschaft uneinig. Die Wissenschaft leidet an einem Imageverlust, schon wieder. Der Blick wandert ins Bildungssystem, wo wissenschaftliches Verständnis, kritisches Denken und Kreativität gelehrt werden soll.

Denn für gute Noten lohnt sich das Lernen…

Vorfreude auf den ersten Schultag. Als die „Großen“ den Kindergarten verließen und die Zeit nicht schnell genug herum war. Meine Mutter wies mich an, den Rücken gerade zu halten, nach vorne zu schauen und die Arme aufeinander zu legen. So liefe es mit der Konzentration besser. Ich freute mich auf Formeln wie aus dem Fernsehen. Endlich würde ich lesen und schreiben lernen.

Zweite Klasse. Langeweile. In den Pausen kein Bock zum Aufstehen. Den Hausaufgaben nur fünf Minuten gewidmet. Es zählte eh nur ein Halbjahr. So geht also Lernen? Wieder wurden die Ausflüge zum Highlight. Als ich in die Oberschule kam, war selbst das nicht mehr der Renner. Im Studium nur noch Notendruck. Hinauszugehen war einfach nicht mehr attraktiv für mich. Statt wie Mr. Bill seine Schüler mit seinem Lehrstoff zu bezaubern, erinnerte das Studium an schlechte Schultage.

Don’t stay in School“ war ein Video von boyindaband, das ich über die Fine Brothers fand. In einer kleinen Zusammenfassung fragte er sich, was wir uns wahrscheinlich alle gefragt haben: Wie kommt es, dass wir in der Schule nichts über Steuern lernen? Problematisch, weil ich mich daran erinnere, wie wir schon in der Grundschule den Lehrplan hinterfragten. Noch problematischer, wenn ich bedenke, dass sich das Schulsystem seit Jahrhunderten kaum geändert zu haben scheint.


v.l.n.r.: Periodensystem deutscher Städte des March for Science 2017 (© Science March auf flickr) und boyindaband (© davebiab.tumblr.com)

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„Bist du 50.000,- wert?“ (ZDF neo) – Nächste Stufe erreicht?

Das ZDF hat eine neue Sendung. Hier verspricht man Kandidaten 50.000€, indem sie so sind wie sie sind. Die Sendung kam gestern auf ZDF neo und habe laut einiger Zuschauer Skandalpotential. Ich habe es mir angesehen und muss feststellen, es schockt mich gar nicht. Es ist das gleiche in grün, nur ehrlicher und etwas interessanter. Eine Castingshow, die näher an der Gesellschaft ist.

Das Konzept der Sendung verspricht Einblicke in unser Urteilsvermögen. Sechs Kandidaten, wie auch immer sie gecastet wurden, werden über verschiedene Runden vorgestellt. Die Jury, woher auch immer sie kommen mag, stimmt nach jeder Runde ab, ob ein Kandidat des Geldes würdig ist. Kein Talent entscheidet, sondern die Geschichte und Motivation. Warten wir es ab!

Eine Psychologin steht dem Moderator zur Seite, um vermeintlich wissenschaftliche Klarheit zu bringen. Schon jetzt kann ich versprechen, sie ist überflüssig. Ja, es ist eine Sie mit Brille und Dutt und auch noch recht jung.Weiterlesen »