X: Die Serie (2002-2003) – So viel Frust und man kann nicht wegsehen…

X – Die Serie

Kamui Kamui kann den Weltuntergang verhindern | © ‚X – Die Serie‘ von CLAMP

Eine Künstlerinnengruppe aus Japan eroberte mit ihrem Geschmack, Geschick und ihren Geschichten die Herzen der Mangafans. Unter dem Namen CLAMP brachten sie die Geschichte „X“ heraus und lieferten einen weiteren Klassiker der Mangageschichte. Mit „X“ treten wir einer Apokalypse entgegen und erleben ein episches Crossover.

Die Serie enthält: Schicksale und Wünsche, Prophezeiungen, Außenseiter, Bannkreise, gebrochene Herzen, Religion, Schwerter, ein langes Erwarten, Tokio

Alles auf Anfang: Frauenpower und der Erfolg einer unvollständigen Geschichte

Kuranpu alias CLAMP (u.a. „Chobits„, „Card Captor Sakura„, „XXX Holic„) kamen Mitte der 80er Jahre als Nachwuchskünstlergruppe zusammen. Zunächst gab es zwei verschiedene Gruppen. Die Mitglieder stammen aus Kyoto und Osaka. Vereinzelt sammelten sie Erfahrungen mit dem Zeichnen und Verkauf von Doujinshi (Manga von Fans). Im Jahr 1987 veröffentlichten sie ihr erstes eigenes Werk unter dem bekannten Namen. Da bestanden sie bereits unter anderem aus der heutigen Stammgruppe aus Nanase Okawa (*1967), Kimonofan Mokona Apapa (*1968), Nekoi Tsubaki (*1969) und Satsuki Igarashi (*1969). Die Künstlernamen änderten sie gelegentlich. Okawa ist hauptsächlich als Autorin tätig und inspirierte die Geschichte zu „X„. Grundlage war eine Geschichte aus ihrer Schulzeit. Die drei anderen sind als Zeichnerinnen und Editorinnen tätig. Ein ehemaliges Mitglied ist Tamayo Akiyama („Moryo Kaiden„).

Professionell veröffentlichte CLAMP 1989 als ersten Manga „RG Veda“ beim Verlag Shinshokan für das Magazin „Wings„. Später wechselten sie zu Kadokawa Shoten („Lucky Star„, „Slayers„, „Neon Genesis Evangelion„, „.hack//Legend of the Twilight„). Zur Zielgruppe von CLAMP gehören in der Regel junge Frauen und Mädchen. Die verschiedenen Genres sprachen mit der Zeit auch ein männliches Publikum an.

Mit „X/1999“ begann 1992 die Arbeit an einem Fantasymanga, der Elemente aus den Geschichten von Go Nakai („Harenchi Gakuen„) enthielt. Außerdem von den Arbeiten von Kyokutei Bakai, mit dessen Werk der Sage der acht Hunde („Nansou Hatomi Hakkenden„) sich Okawa im Studium beschäftigte. Das Grundthema ist die gute und schlechte Natur des Menschen. Während eines Erdbebens kamen die ersten Schwierigkeiten in der Produktion. 2003 und 2005 kam es jeweils zu einer Pause. Bis heute geht der Manga nicht weiter, während schon Animes zu „X/1999“ produziert wurden. Grund seien kontroverse Geschehnisse, die mit der Arbeit von CLAMP im Zusammenhang stehen sollen und die damit verwobene Kritik durch Journalisten. Unter anderem ging es um den Serienmörder ‚Sakaibara Seito‘ aus Kobe, der nach einigen Angaben von „X/1999“ fasziniert gewesen sei. Für die Künstlerinnen wurde es unmoralisch, die Geschichte als Serie fortzuführen. Zwar erschienen nach 2005 zwei weitere Bände. Doch für CLAMP war klar, der Manga „X/1999“ werde ignoriert. Es ist nicht das einzige Werk, welches nicht abgeschlossen ist. Offen bleibt, wann es weitergeht.

Handlung. Eine Gruppe mysteriöser Fremder mit übernatürlichen Kräften macht sich auf den Weg nach Tokio oder hat sich dort bereits versteckt. Sie folgen den Prophezeiungen verschiedener Medien, die den Weltuntergang bzw. den Tod der Menschen voraussagen. Dies entscheide sich in einem letzten Kampf in Tokio zwischen den Guten (Himmelsdrachen) und den Bösen (Erddrachen). Schon bald findet der 15-jährige Schüler Kamui heraus, dass seine Rolle in dem ganzen  größer ist als vorhergesagt. Entscheidet er sich für die gute Seite, könnte er die Welt retten. Durch diese Bürde versucht er nahestehende Menschen abzuweisen, um sie zu schützen. So auch seine Kindheitsfreunde Kotori und Fuma. Die Befürchtungen von Kamui werden wahr. Eines Tages stirbt Kotori. In diesem Moment erkennt ausgerechnet die böse Seite, dass Kamui sich für die Guten entschieden hat und ergreift von Fuma Besitz. Fuma wird zum Anführer der Erddrachen und Gegenpart von Kamui. Kamui glaubt, dass er an allem schuld sei. Sechs Himmelsdrachen sowie das Medium Prinzessin Hinoto versuchen ihm zur Hilfe zu kommen. Schließlich müssen alle ihrem Schicksal folgen. Doch das Schicksal nimmt nicht ausschließlich seinen Lauf. (FSK: k.A.)Weiterlesen »

Yamishibai (2013-) – Wer braucht schon Schlaf?

Yamishibai – Japanische Geistergeschichten

Yamishibai Yamishibai | © Crunchyroll.com

Japans Mythologie und modernes Leben haben viele Erzählungen geschaffen, in denen nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen ist. Das Land hat so viele Horrorgeschichten, die über die Grenzen hinaus bekannt wurden. Die Serie „Yamishibai“ (seit 2013) stellt einige dieser Geschichten von Geistern, Monstern und Zwischenwelten vor.

Die Serie enthält: traditionelle Animationen, düstere Musik, verlorene Menschen, kurze Episoden, Monster, urbane Legenden, gruselige Intros und Outros

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Das DC-Universum in klein. Und „Shazam“.

Justice LeagueDie Justice Society of America/ Justice League: Die Kostüme in den Originalfarben, die im Laufe der Jahrzehnte abgedunkelt wurden. | © Comic Vine

 
Erwartet keine ausführliche Darstellung zu den DC-Comics und -Filmen! Ich möchte schon lange die Comics lesen, lande aber immer bei Vertigo (Teil von DC) und finde nicht die Originale, die ich suche. Ich gehe immer in die Bibliothek. Neuanschaffungen sind im Moment nicht sinnvoll. Deshalb „Das DC-Universum in klein„.

Immerhin habe ich das erste Cover von „Superman“ gesehen! Die Geschichte, die Anfang der 1930er Jahre (!) alles ins Rollen brachte. Da ich mich mit Superman nie anfreunden konnte, bin ich nie in die Versuchung geraten, mir irgendwas aus seinen Geschichten zu Gemüte zu führen. Ich kannte die Fernsehserie mit Teri Hatcher. Meine Eltern haben sogar den Film mit Marlon Brando aufgenommen. Das war aber zu einer Zeit, wo ich noch klein war. Allerdings fand ich schon damals, dass Marlon Brando als Supermans Vater eine merkwürdige Wahl war. Es könnte daran liegen, dass ich ihn als Paten irgendwo auf einem Foto gesehen habe.

Dann gibt es „Batman„.

Bei DC gab aber auch „The Flash„, „Wonder Woman„, „Aquaman„, „Green Lantern„, „Justice League„, „Suicide Squad„, „Teen Titans„, etc. Sowie natürlich die Vertigo-Titel wie „Watchmen„, „Animal Man„, „V wie Vendetta„, „Sandman„, „Hellblazer„, usw. Davon kannte ich vieles vom Hörensagen und nahm mir wie üblich vor, die Comics zu lesen, um die Geschichte zu kennen. Es gibt so viele Ableger mit Paralleluniversen und Doppelgängern, die ich in den öffentlichen Bibliotheken finde. Der Einstieg ist schwierig, wenn ich nicht die Reihenfolge der Ausgaben kenne.

Es kommen in den Ablegern auch Storyverläufe vor, in denen der Held stirbt. Abgesehen von den Helfern sterben die Helden natürlich nicht in den Hauptgeschichten. Dazu fällt mir die Frage ein, wer denn nun der beste Robin war? Dick Grayson. Der hat es als Nightwing immerhin zu einem eigenen Comic gebracht.

Seit dieser Woche sind zwei Trailer für die Verfilmungen von Captain Marvel und Aquaman draußen. Viele Comicverfilmungen nehmen jegliche Farbe aus den Kostümen, was man von Batman gewohnt ist. Das ist aber auch relativ alles, was ich zu den Verfilmungen sagen kann. DC versuche anders als Marvel seriöser mit den Themen umzugehen, heißt es im Internet. Das wirkte nicht so bei „Wonder Woman“ oder „Justice League„. Jeder Comic kann düster sein, aber war es tatsächlich so?Weiterlesen »