Berlin: Ausstellung zu Webtoons und Web-Manhwas!

Cartoons aus dem Internet? Aus Korea? Dazu gibt es ab dem 17. 10. eine Ausstellung im Koreanischen Kulturzentrum sowie der Korea Manhwa Contents Agency (KOMACON) und des koreanischen Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus. Am 16.10. ist um 19 Uhr die Ausstellungseröffnung, bei der Vorträge gehalten werden und live gezeichnet wird. Zeit:  17.10.- 31.1.2018, Eröffnung am 16.10. […]

Wie lang sind 5 Minuten wirklich?

oder

Warum ich nicht kürzen mag…

Kurz und knapp war eigentlich immer etwas für mich. Ich habe in der Schule zwar häufig länger gebraucht, wurde aber schnell ein Anhänger von knappen Stichpunkten. An der Uni hieß es plötzlich, Ein-Wort-Stichpunkte seien ein No-No! Da kam von mir nur ein: „Echt? Mist!“.

Anders ist es beim Bloggen oder den Kurzgeschichten. Ich bin vermutlich vom Schlag J. R. R. Tolkien. Wenn es nach mir ginge und ich etwas eloquenter wäre, gäbe es bei mir Beschreibungen zu jeder Handbewegung, Grimasse und Ähms aus meiner Umgebung. Dann wäre es nicht nur „Sailor Moon, die Review„, sondern „Sailor Moon, Review zum Opening (Teil 1)“ usw.Weiterlesen »

Blame! (’97-’03) – Wie Fantasia, nur als Sci-Fi

„Blame!“: Sci-Fi, Sci-Fi, Sci-Fi, Sci-Fi

Blame!“ ist die Einführung in das Science-Fiction-Mega-Manga-Universum von Tsutomu Nihei. Die Serie hat in Deutschland eine große Anhängerschaft (Quelle: Internet). Von „Kult“ ist die Rede (ebenda). Es könnte vor allem an der technikverliebten Gestaltung der Charaktere und am gigantischen Universum liegen, in dem auch mehrere Folgewerke spielen. In Niheis Werk ist das digitale Zeitalter angekommen.

Hier geht es sowohl um den Manga als auch um den Anime „Blame! Ver.0.11„. Die Geschichte soll demnächst verfilmt werden (Quelle: der Autor auf Twitter :D).

Die Serie enthält: den Wandel der Menschheit, Cyberpunks, künstliche Gliedmaße, Regierung und Spionage, Klone, Schläuche, ein Hauch Cybergoth, eine begehrte Waffe, einen Karpfen

Alles auf Anfang

In einer Zeit, als Egmont Manga (EMA) noch Feest Manga hieß. Tsutomu Nihei (*1971) kommt aus Fukushima. Dieses Detail spielte zur Entstehungszeit keine Rolle, wird aber im Verlauf der Geschichte interessant. Nihei interessierte sich schon in der Schule für Architektur. In seinem Werk, welches 1994 im „Afternoon Magazine“ des berühmten japanischen Verlags Kodansha (u.a. „Sailor Moon„, „Oh! My Goddess„, „Great Teacher Onizuka„) erschien, gibt es reichlich davon.

Cover Band 1
Cover des ersten Bandes.
© tsutomu-nihei.wikia.com

Nihei studierte schließlich Architektur, widmete sich dann aber den Manga. Er wurde Assistent des Mangaka (jap. Mangaküntler) und Namensvetters Tsutomu Takahashi („Jiraishin„, „Sky high„). Gemeinsam arbeiteten sie an Takahashis Erstlingserfolg „Jiraishin„, einem prämierten Krimi für ältere Leser.

Blame!“ ist die ausführliche Erzählung zu seiner Kurzgeschichte „Blame“ (1994). Die Kurzgeschichte bzw. der Kurzmanga wurde mit einem Sonderpreis von Kodansha prämiert und später in „Noise“ (’00/’01)  veröffentlicht. „Noise“ spielt vor der Zeit von „Blame!„, ist also ein Prequel.

Deutlichen Einfluss auf Niheis Arbeit vermuten einige Fans durch den Roman „Great Sky River“ (1987) von Gregory Benford. Ähnlichkeiten finden sich in Bezeichnungen und Strukturen.

Handlung. In tausenden von Stockwerken verteilt leben vereinzelt Menschen mit Originalgensätzen unter der Herrschaft von Klonen, Maschinen und Androiden. Inmitten einer großen digital vernetzten Welt finden sie keinen Zugang zueinander und müssen sich den KIs geschlagen gegeben. Nach einer Katastrophe an der Oberfläche gehören sie zu den „Schädlingen“ im System. Killy ist ein kleiner mysteriöser Mann auf der Suche nach Netzwerkgenen. Dies ermöglicht Personen, miteinander auf langer Distanz Kontakt und Wissen aufzunehmen. Doch sein eigenes Interesse an den Genen bleibt ein Rätsel. Die Suche treibt ihn in unzumutbare Entfernungen. Während seiner  Recherche, macht er auf sich aufmerksam und eröffnet das „Buffet“ für seine Gegner. Eine generierte Wissenschaftlerin namens Cibo tritt an seine Seite und wird eine verlässliche Kraft. In einer Welt mit rivalisierenden Gruppen, müssen die beiden körperliche Grenzen überwinden. (FSK: k.A.)Weiterlesen »