Machs gut, Quino!

Am 30. September 2020 starb der spanisch-argentinische Comickünstler Joaquín Tejón alias Qino alias stolzer Papa von Mafalda. Seine „Mafalda„-Reihe machte ihn berühmt. Mafalda und ihre Freunde sind etwa fünf Jahre alt und erleben die Welt als wären sie Philosophen und Politiker. Mein Lieblingscomicstrip ist eine Szene, wo Mafalda an Erwachsenen vorbeigeht, die ihre Hunde ausführen. Mafalda selbst hat eine Schildkröte an der Leine. Als sie bemerkt, dass die Erwachsenen sie auslachen, kontert sie mit: „Rassisten!„.

Seine Werke „Mafalda“ und „Quinoscopios“ wurden animiert und sogar in Braille-Schrift für Menschen mit Sehstörungen gedruckt. Eigentlich hatte er schon aufgehört mit der Serie, da fragte ihn UNICEF, ob er nicht etwas zu Kinderrechten machen könnte. Natürlich passte Mafalda und ihre Truppe perfekt. So wurde Mafalda 1976 die Präsentatorin für alle zehn Punkte der Charta. International erhielt er viele Preise. Darunter die höchsten Auszeichnungen Spaniens und Frankreichs.

An seiner Seite war seit 1960 seine Frau Alicia. Die beiden blieben kinderlos. Qino wurde 88 Jahre alt.

Umbrüche (Isolierstation, JustKidding, RBTV)

Es gibt eine Menge Leute, die an ‚Zeichen‘ glauben. Ich zähle mich oft dazu. Zwar glaube ich nicht an Wunder oder Schicksal, aber manche Sachen laufen einfach zu gut, um wahr zu sein. Als ich von einer Bekannten eine Wahrsagerei bekam, erhielt ich die wohl passendste Aussage überhaupt: Aufbruch. Beruflich und privat möchte ich zu lange die Dinge ändern und im letzten halben Jahr juckte es mir immer wieder in den Fingern.

Interessant finde ich, wie ich diesen ‚roten Faden‘ andererorts wiedererkenne. Kurz zur Wiederholung: Manche Leute glauben an ‚Zeichen‘. Meine Lieblingsformate im Internet machen einen Wandel durch. Im wahrscheinlich schlechten Sinne.

Isloierstation SpotifyZunächst ist da der Youtube-Podcast „Isolierstation“ („Die Mutter, deren Schwester mit investigativem Journalismus Beischlaf verübte„). Launisch, zynisch, albern. Das war Keoma02. Mit einer ernsten Erkrankung und der unterhalterischen Hauptlast auf der Schulter aus Mangel an angenehmen Gesprächsgästen, zog sich Keoma02 immer mehr aus dem achtjährigen Podcast zurück. Musiker Bengt ist zuvor wegen anderen Interessen ausgestiegen. Der Frankster holte sich einen jungen Kollegen vom Youtube-Ensemble „Applewar Pictures„, die tatsächlich nach vielen Jahren wieder neue Inhalte posten. Der Kollege hat zwar intellektuell viel drauf, doch Sympathiepunkte konnte ich ihm nie geben. Dabei war er sehr engagiert.
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