Umbrüche (Isolierstation, JustKidding, RBTV)

Es gibt eine Menge Leute, die an ‚Zeichen‘ glauben. Ich zähle mich oft dazu. Zwar glaube ich nicht an Wunder oder Schicksal, aber manche Sachen laufen einfach zu gut, um wahr zu sein. Als ich von einer Bekannten eine Wahrsagerei bekam, erhielt ich die wohl passendste Aussage überhaupt: Aufbruch. Beruflich und privat möchte ich zu lange die Dinge ändern und im letzten halben Jahr juckte es mir immer wieder in den Fingern.

Interessant finde ich, wie ich diesen ‚roten Faden‘ andererorts wiedererkenne. Kurz zur Wiederholung: Manche Leute glauben an ‚Zeichen‘. Meine Lieblingsformate im Internet machen einen Wandel durch. Im wahrscheinlich schlechten Sinne.

Isloierstation SpotifyZunächst ist da der Youtube-Podcast „Isolierstation“ („Die Mutter, deren Schwester mit investigativem Journalismus Beischlaf verübte„). Launisch, zynisch, albern. Das war Keoma02. Mit einer ernsten Erkrankung und der unterhalterischen Hauptlast auf der Schulter aus Mangel an angenehmen Gesprächsgästen, zog sich Keoma02 immer mehr aus dem achtjährigen Podcast zurück. Musiker Bengt ist zuvor wegen anderen Interessen ausgestiegen. Der Frankster holte sich einen jungen Kollegen vom Youtube-Ensemble „Applewar Pictures„, die tatsächlich nach vielen Jahren wieder neue Inhalte posten. Der Kollege hat zwar intellektuell viel drauf, doch Sympathiepunkte konnte ich ihm nie geben. Dabei war er sehr engagiert.
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Wie ich mit Sensationslust und Skandalen lebe… [Medienbio #9]

Der Zeichner einer meiner Lieblingsmanga stand vor einigen Tagen wegen Kinderpornographie in den Meldungen. Mein Gedanke war: „Das war’s! Wenn das in Japan jetzt auch anfängt, dann war’s das!„. In der Zeit, wo in Hollywood fleißig Namen im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen und Belästigungen genannt werden, war der Name Nobuhiro Watsuki so ungewohnt. All die Skandale um Lügen, Sex und Macht sind schwierig für das eigene Gewissen.

 

Nachrichten über Idole und die Großen

Die „Sensation“ bekam ich in den Nachrichten mit. Eine negative Form von Sensation. Wer erinnert sich an Michael Jackson und seine immerhin zwei Prozesse wegen dem Verdacht auf Kindesmissbrauch? Ich war damals selbst ein Kind, als er zum ersten Mal angeklagt wurde. Wie viele bin ich mit ihm aufgewachsen und konnte es zunächst nicht glauben. Es war das erste Mal, dass mich ein Sensationsskandal mitgenommen hat. Auch beim zweiten Prozess wollte ich das Urteil abwarten. Das riesige Aufgebot des Jackson-Klans fand ich auch immer abschreckend und nicht glaubwürdig. Da waren aber auch die  Gegenargumente von der schweren Kindheit, der Geldgier der Familien und den wohltätigen Absichten von Michael. Das Bild, was ich sah, war ein fragiler kränklicher Mann, der verwirrt gewesen sein muss. Nach dem Freispruch blieb für mich alles gleich.Weiterlesen »