[ein bissl anders #3] Sanguiniker in den Medien

Wie sieht’s mit den Sanguinikern dieser Welt aus?

Sch***freundlich könnte man sagen, oder? Nicht unbedingt, aber oft genug sch**** gut drauf! Ich hatte einmal eine Mitbewohnerin, die fast ein Bilderbuch-Sanguiniker war; gude Laune und nie nachtragend. Sie hat sich nie über etwas einen Kopf gemacht und wenn, dann hat sie nach 10 Minuten wieder alles vergessen und gemeint: „ach komm, machen wir was anderes!“.

Der Sanguiniker ist weniger berühmt als seine drei Vettern aus der Temperamentenlehre. Wenn man aber einen Blick ins Kinderprogramm wirft, fallen dort viele sanguinische Charaktere auf. Nur mit dem Unterschied, dass diese Figuren von Natur aus netter, fröhlicher und unbekümmerter gestaltet werden als Figuren für Erwachsenenprogramme. Nicht ganz so überzeichnet, aber doch sehr stabil ist der Sanguiniker. Manchmal ausgelassen und lustig, optimistisch, extrovertiert, mit dem Kopf in den Wolken. Morgen hier, übermorgen da. Eine Person, mit der man sich gerne unterhält und von der viel zurückkommt. Eine Person, die zu einem Gespräch auffordert und auf einen zukommt. Eine Person, die reden möchte und sich einfach neben dich setzt. Wenn man keine Lust auf die Person hat, dann ist es auch okay. Denn ein neuer Gesprächspartner ist schon gefunden. Einer, der dich perfekt ersetzt.Weiterlesen »

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[ein bissl anders #2] Choleriker in den Medien

Wie sieht’s mit den Cholerikern dieser Welt aus?

„Stellt euch nicht so dumm an!!!“, denkt sich der Choleriker beim Anblick seiner Kollegen. Bekannt sind Choleriker für ihre Jähzornigkeit, aber auch für ihre Führungstalente. Sie sind laut, dominant, extrovertiert, arrogant und vor allem schnell wütend. Die Hauptemotion, die man mit ihnen verbindet, ist Angst. Durch die Aggressivität, die sie an den Tag legen, beeinflussen sie nicht nur die reale Welt, sondern bringen auch in der fiktionalen Welt ein gewaltiges Unbehagen.

Kouga („InuYasha“) ist ein jähzorniger Mensch, der sich leidenschaftlich gerne mit seinen Rivalen anlegt. Dann ist er passenderweise auch noch Anführer eines Wolfsrudels. Trotz seiner Bissigkeit, tut er für seine Leute alles und ist seiner „Frau“, die der Romanze nicht zustimmt, sehr treu. Bei Dudley Dursley („Harry Potter“) kommen das verwöhnte Balg und der Choleriker zusammen. Die Mischung ist unerträglich. Jacek Zarwilski („Das Geheimnis des Sagala“) gerät mit seinem Bruder in mysteriöse Situationen. Ohne seine Zielsicherheit und seinen Mut, wären sie oft verloren gegangen. Ruhig bleiben ist jedoch nicht seine Stärke, selbst bei seiner Mutter, die in ein kleines Mädchen verwandelt wurde. Vanessa Lane („Ocean Girl“) ist ein arrogantes Mädchen mit den überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Bei den anderen Kindern von ORCA verbreitet sie Angst und Schrecken. Denn sie rächt sich selbst an den Kindern einflussreicher Forscher. Möge ihr rotes, plusterndes Haar eine Warnung sein! Weiterlesen »

[ein bissl anders #1] Intelligente Kinder in den Medien

Beim Film Schauen oder Buch Lesen interessiert mich die Handlung am meisten. Wenn es aber ums Schreiben oder Zeichnen geht, steht für mich der Charakter im Fokus. Wie gesagt bin ich kein Medienwissenschaftler. Außerdem bin ich hier eindeutig von meiner alten DS-Lehrerin beeinflusst. Diese macht einen Unterschied zwischen Figur (= im Prinzip Archetyp) und Charakter (= Figur mit Tiefgang). Eine langweilige Figur führt zwangsläufig zu langweiligen Handlungen, bei denen nichts passiert oder alles vorhersehbar ist. Mich faszinieren Analysen zu Charakteren, weil es viel mit Projektion und Wünschen zu tun hat. Gerade die ersten Beispiele, die einem einfallen und die erste eigene Geschichte, die man schreibt, sind interessant.Weiterlesen »