WP vs. Yt: Problematische Seiten melden

Gerade stelle ich erfreut fest, dass WordPress sich besser verhält als Youtube. Allgemein gesagt.

Was passiert, wenn eine Seite gemeldet wurde?

Auf der einen Seite Yt: Seit kurzem vermehrt Datingwerbung vor Videos. Die Werbung führt natürlich nicht zu bekleideten Frauen vor Webcams. Im Meldeformular für unangebrachte Werbung kann ich nicht einmal den Link zu dieser Werbung eingeben!

Videos mit Gewalt oder schweren Unfällen bleiben oft über Jahre und ohne Altersbeschränkungen online. Die pornographischen Inhalte bekommen von Yt mehr Aufmerksamkeit. Aber nicht, wenn die Leute halbwegs angezogen sind.
Kindervideos, die natürlich verdeckt mit Geheimsprache veröffentlicht werden, bleiben trotz Hinweisen, nicht zuletzt durch schmierige Kommentare, online. Davon habe ich leider auch schon einige gefunden und nichts passierte. Mittlerweile machen auch Journalisten Druck auf die Plattform.

Politisch extreme Videos mit Hassbotschaften, die nicht nur empfindliche „Gutmenschen“ aufbringen, bleiben auch oft lange im Netz. Es soll eine Debatte die Lösung sein, statt Zensur.

WP hält sich auch gerne aus politischen Dingen heraus. Die Meldekriterien sind wie bei Yt. Vor lauter Orientierungslosigkeit auf der Internetseite weiß ich aber nicht, wo man Inhalte melden kann. Bei Yt steht es unter jedem Video, hier muss ich in einem alten Forenbeitrag nutzen, um das Meldeformular zu finden. Das englische Meldeformular.

Vor ein paar Wochen machte mich der Titel eines Beitrags stutzig. Ehe ich mich versah, landete ich auf einem Fetischbeitrag mit kinderpornographischen Fantasy-Geschichten. Diese Masche werde ich so schnell nicht vergessen. Die Beiträge waren auch schon teilweise Jahre alt. Alles funktionierte mit geheimen Botschaften. Nur in einem Beitrag war die Autorin (jupp, eine erwchsene Frau) sehr mutig und direkt.

Der Blog war Teil eines Netzwerks mit entsprechenden Fans. Als ich heute einen Blog ‚für Erwachsene‘ meldete, schon das dritte Mal dieses Jahr, fragte ich mich, ob der Fetischblog noch online ist. Und tatsächlich: Trotz des komplizierten Meldeprozederes hat WP den Blog gesperrt!

Es lohnt sich also noch, fremde Blogs zu lesen und unangebrachte Inhalte zu melden.

Umbrüche (Isolierstation, JustKidding, RBTV)

Es gibt eine Menge Leute, die an ‚Zeichen‘ glauben. Ich zähle mich oft dazu. Zwar glaube ich nicht an Wunder oder Schicksal, aber manche Sachen laufen einfach zu gut, um wahr zu sein. Als ich von einer Bekannten eine Wahrsagerei bekam, erhielt ich die wohl passendste Aussage überhaupt: Aufbruch. Beruflich und privat möchte ich zu lange die Dinge ändern und im letzten halben Jahr juckte es mir immer wieder in den Fingern.

Interessant finde ich, wie ich diesen ‚roten Faden‘ andererorts wiedererkenne. Kurz zur Wiederholung: Manche Leute glauben an ‚Zeichen‘. Meine Lieblingsformate im Internet machen einen Wandel durch. Im wahrscheinlich schlechten Sinne.

Isloierstation SpotifyZunächst ist da der Youtube-Podcast „Isolierstation“ („Die Mutter, deren Schwester mit investigativem Journalismus Beischlaf verübte„). Launisch, zynisch, albern. Das war Keoma02. Mit einer ernsten Erkrankung und der unterhalterischen Hauptlast auf der Schulter aus Mangel an angenehmen Gesprächsgästen, zog sich Keoma02 immer mehr aus dem achtjährigen Podcast zurück. Musiker Bengt ist zuvor wegen anderen Interessen ausgestiegen. Der Frankster holte sich einen jungen Kollegen vom Youtube-Ensemble „Applewar Pictures„, die tatsächlich nach vielen Jahren wieder neue Inhalte posten. Der Kollege hat zwar intellektuell viel drauf, doch Sympathiepunkte konnte ich ihm nie geben. Dabei war er sehr engagiert.
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Szenen aus der Heimat II [Medienbio #12]

Der bekritzelte Reisepass. Neulich habe ich ihn gesehen. In einer Kiste mit anderen Reisepässen. Ein Dokument, was in Zukunft nicht ausreichen wird. Fingerabdrücke, Speichel, Iris-Scan, Haarproben,… Das ist wohl eher die Zukunft.

Nun stehe ich erneut vor einer Reise, nach Westeuropa. Man warnte mich vor bestimmten Gegenden. Zu viele von „denen“ seien dort. Ich weiß, wer gemeint ist. Zwar hatte ich für China die Einstellung, auf alles vorbereitet sein zu müssen. Doch nun solle ich mich vor Dieben schützen.

Dann noch die Gefahr von Terroranschlägen, die in der Luft liegt. Das Land, in das ich reisen möchte, hat bereits zwei in derselben Stadt überstehen müssen… Kurz bevor ich Österreich verließ, raste ein Mann in eine Menschenmenge. Ich erfuhr erst davon, als ich endlich eine Straßenbahn bekam und Leute darüber redeten. Dieses Mal ein Amoklauf. Eine Woche bevor ich Spanien verließ, das gleiche mit mehr Opfern. Nun offiziell der Begriff Terror. Immerhin passierte es in Japan Monate, nachdem ich bereits weg war. Hoffen wir, es passiert goar nix!Weiterlesen »