Joker (2019): Da hat er nichts zu lachen!

Joker Arthur

Letzte Woche habe ich den Film gesehen, über den so viele reden. Die eine mögliche Erklärung, warum der Joker aus „Batman“ so schrill und kriminell geworden ist. Den Film, der Joaquin Phoenix endlich den Oscar bringen soll. Die Geschichte, in dem sich bereits viele vor der Premiere wiedererkannten, sodass den Kinogängern die Knie vor möglichen Attentaten schlotterten.

Es geht um einen Mann namens Arthur Fleck. Nein, wirklich. Es geht nur um ihn. Alles geschieht aus seiner Perspektive. Arthur kann sich als Clown gerade so über Wasser halten und erntet von seinen Mitmenschen wenig Respekt. Mit seiner Mutter Penny teilt er sich ein beschämendes Apartment und träumt von der großen Comedybühne. Zu gerne würde er zum Beispiel im Fernsehen bei Murray Franklin auftreten. Er malt sich aus, wie herzerwärmend das wäre. Manchmal fällt er durch merkwürige Angewohnheiten auf. Dahinter stecken psychische Probleme, die nicht ausreichend behandelt werden. Eigentlich ist er ein guter Mensch. Bis ihm ein Kollege zum Selbstschutz eine Waffe verkauft. Ab da wissen wir nicht mehr, wie Arthur wirklich tickt. Arthur hat etwas sehr böses getan.Weiterlesen »

Das DC-Universum in klein. Und „Shazam“.

Justice LeagueDie Justice Society of America/ Justice League: Die Kostüme in den Originalfarben, die im Laufe der Jahrzehnte abgedunkelt wurden. | © Comic Vine

 
Erwartet keine ausführliche Darstellung zu den DC-Comics und -Filmen! Ich möchte schon lange die Comics lesen, lande aber immer bei Vertigo (Teil von DC) und finde nicht die Originale, die ich suche. Ich gehe immer in die Bibliothek. Neuanschaffungen sind im Moment nicht sinnvoll. Deshalb „Das DC-Universum in klein„.

Immerhin habe ich das erste Cover von „Superman“ gesehen! Die Geschichte, die Anfang der 1930er Jahre (!) alles ins Rollen brachte. Da ich mich mit Superman nie anfreunden konnte, bin ich nie in die Versuchung geraten, mir irgendwas aus seinen Geschichten zu Gemüte zu führen. Ich kannte die Fernsehserie mit Teri Hatcher. Meine Eltern haben sogar den Film mit Marlon Brando aufgenommen. Das war aber zu einer Zeit, wo ich noch klein war. Allerdings fand ich schon damals, dass Marlon Brando als Supermans Vater eine merkwürdige Wahl war. Es könnte daran liegen, dass ich ihn als Paten irgendwo auf einem Foto gesehen habe.

Dann gibt es „Batman„.

Bei DC gab aber auch „The Flash„, „Wonder Woman„, „Aquaman„, „Green Lantern„, „Justice League„, „Suicide Squad„, „Teen Titans„, etc. Sowie natürlich die Vertigo-Titel wie „Watchmen„, „Animal Man„, „V wie Vendetta„, „Sandman„, „Hellblazer„, usw. Davon kannte ich vieles vom Hörensagen und nahm mir wie üblich vor, die Comics zu lesen, um die Geschichte zu kennen. Es gibt so viele Ableger mit Paralleluniversen und Doppelgängern, die ich in den öffentlichen Bibliotheken finde. Der Einstieg ist schwierig, wenn ich nicht die Reihenfolge der Ausgaben kenne.

Es kommen in den Ablegern auch Storyverläufe vor, in denen der Held stirbt. Abgesehen von den Helfern sterben die Helden natürlich nicht in den Hauptgeschichten. Dazu fällt mir die Frage ein, wer denn nun der beste Robin war? Dick Grayson. Der hat es als Nightwing immerhin zu einem eigenen Comic gebracht.

Seit dieser Woche sind zwei Trailer für die Verfilmungen von Captain Marvel und Aquaman draußen. Viele Comicverfilmungen nehmen jegliche Farbe aus den Kostümen, was man von Batman gewohnt ist. Das ist aber auch relativ alles, was ich zu den Verfilmungen sagen kann. DC versuche anders als Marvel seriöser mit den Themen umzugehen, heißt es im Internet. Das wirkte nicht so bei „Wonder Woman“ oder „Justice League„. Jeder Comic kann düster sein, aber war es tatsächlich so?Weiterlesen »

Mind Game (2009) – Wenn nicht jetzt, wann dann?!


Mind Game | © wikipedia.org

Man braucht keine Drogen, um diesen Film zu sehen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, die Drogen danach zu nehmen, um wieder herunter zu kommen! In einem Interview soll Satoshi Kon (u.a. „Paprika„, „Perfect Blue„, „Paranoia Agent„) diesen Film als „outstanding“ (dt. hervorragend) bezeichnet haben. Die Übersetzung des Wortes out|stan|ding ist bei diesem Film eine interessante Spielerei!

Mind Game“ (Maindo Geimu, 2004/09) ist ein in Deutschland eher unbekannter Animationsfilm aus Japan. In Deutschland kam er scheinbar direkt auf DVD. Viel mehr gibt es zu diesem Film kaum zu finden. Es ist bei Studio 4° C (u.a. „Tekkonkinkreet„, „Berserk„, „Justice League„, „Kid Ikarus„) produziert worden. Regisseur war Masaaki Yuasa. Dessen Hirn bescherte uns bereits Werke wie „Kemonozume “ (2002), „Kaiba“ (2008), „The Tatami Galaxy“ (2010) und „Ping Pong“ (2014). Nebenbei arbeitet er an Serien mit, zum Beispiel „Shin Chan„, „Space Dandy“ und „Adventure Time„. Der Film soll auf Blu Ray veröffentlicht werden. Dazu wurde eine Kickstarterkampagne gestartet, die schon nach einem Tag sämtliche Ziele erreichte.

Der Film enthält: Generationen, Träume und Flashbacks, ein Restaurant, einen Wal, Liebeskummer, verschiedene Morde, sexuelle Wünsche, viel Wasser, Farben

Handlung: Nishi wohnt in Osaka. Er ist Mangaka, arbeitet aber in Minijobs. Seit Ewigkeiten ist er in Myon verliebt, die ihn zwar toll findet, aber nun mit einem attraktiveren Typen geht. Nishi bleibt in ihrer Nähe, doch er kann sich nicht durchsetzen. Eines Tages besucht er Myons Familie in deren Restaurant. Zwei unheimliche Männer suchen den Vater, der sich augenblicklich hinter dem Tresen versteckt. Nishi, Myon und ihre Schwester schweigen und werden von den Männern belästigt. Als Nishi versucht, sich zu wehren, wird er erschossen. Durch ein Wunder, reist er zurück in die Vergangenheit. Es ist als wäre er ein neuer Mensch. Er schafft es, mit den Schwestern zu fliehen. Doch anstatt sicher irgendwo anzukommen, landen die drei im Wasser. Das dachten sie zumindest, bis ein alter Mann sie eines besseren belehrt. (FSK: 16)Weiterlesen »