Mach’s gut, Jiro!

Jiro Taniguchi

Jiro Taniguchi (1947-2017)
© Citron, via Wikimedia Commons

Einer der großen, alternativen Mangakünstler ist verstorben. Bei ihm ging es klassisch und elegant zu. Er interessierte sich für das alte Japan und den franko-belgischen Comic. Einige seiner ruhigen und sehr realistisch gezeichneten Werke waren autobiografisch. Er hat viele Werke herausgebracht, die auch unter Erwachsenen Fans fanden. Erfolg zu haben war ihm aber nicht wichtig.

In der Modern Graphics-Filiale im Europa Center (Berlin) gibt es im Ausstellraum eine kleine Sammlung an Manga, die sich Besucher anschauen können.

Hier eine kleine Sammlung in einem Video.

© „Manga – Jiro Taniguchi“ auf Youtube von Thomas vom 17.03.2013. Bilder aus dem Manga „Der spazierende Mann“.

Lebensstile

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Ich bin jetzt häufiger dem Wort „Lifestyle“ begegnet und kann es trotzdem nicht verstehen. Es entspricht wahrscheinlich nicht ganz dem Begriff „Lebensstil“. Unter „Lifestyle“ verstehe ich typischen Mädchenkram, weil yo soy weiblich, und für die Herren natürlich eine „GQ“-Version. Mädchenkram hat mich schon lange nicht mehr interessiert, sehr zum Schrecken meiner Familie. Bei mir gab es maximal die „Bravo“.

Nun höre ich das Wort „Lifestyle“ mit unterschiedlichen Bildern ausgeschmückt. Oft geht es Schminke, Deko, Mode aber auch Bloggen, Vloggen, DJing, Quatschen oder Poppen. Vielleicht steckt dahinter so viel wie hinter der „Konzeptkunst“ oder „Social Media Management“, nämlich nichts besonderes.Weiterlesen »

Kulturschocks

Es ist nicht leicht. Es ist nicht leicht. Wo der Sommer da ist, steht meine Urlaubsplanung noch aus. Ich verreise seit meiner Kindheit für Berliner Verhältnisse häufig und habe es lange nicht mehr getan. Umweltförderlich wären Reiseziele in die Umgebung. Brandenburg, Sachsen und Meck’Pomm sind eigentlich janz schön, wa? Ja gut, ich mag sogar Sachsen-Anhalt, wahrscheinlich mehr als die Anhaltiner.

Meine Sehnsucht nach China wird aber immer größer. Gerade wegen meiner langen Pause vom Chinesischunterricht. Im Moment verstehe ich nach mehr als zwei Jahren Unterricht nur einzelne Wörter. Es ist vor allem das Klima und die Freiheit, die ich beim Spazieren empfinde. Hier sind meine Wandertrips beschränkt, es gibt präzise Routen und irgendwann bin ich wieder zu Hause. Erholung auf Zeit sozusagen. Längere Urlaube wären eine Lösung. Für einen „Öko“ ist das Fliegen moralisch schwierig. Ich liebe es, meinen ersten Flug hatte ich mit einem Jahr. Durch die Familie ging es nicht anders. Seitdem ich klein war, lerne ich gerne Fremdsprachen. Auch wenn Berlin international ist, kann ich die Sprachen hier leider nicht immer effektiv üben. Das warme Klima ist ein weiterer Aspekt, gesundheitlich geht es mir dann besser. Nicht zu vergessen sind Orte, die ihre Marktkultur erhalten haben. In Hangzhou, dem offiziell zweiten irdischen „Paradies“ Chinas, konnte ich nachts auf den Markt. Keine Ruhestörung, keine Standkontrollen, keine Abbauzeiten. Illegal war dort vielleicht einiges, aber der Markt ist als Touristenattraktion etabliert.Weiterlesen »