Interstella 5555 (2003): Die beste Musikwerbung aller Zeiten!

Die Band, auch bekannt als Crescendolls
Die Band, auch bekannt als Crescendolls | © media-amazon.com

Zu Ehren der Band Daft Punk (1993 – 2021) geht es um ein Animeprojekt der besonderen Art. Das Duo steht auf SciFi-Animes und kreierte zusammen mit Leiji Matsumoto und Toei Animation eine visuelle Untermalung zu ihrem Erfolgsalbum „Discovery“ (2001). Heraus kam der Anime „Interstella 5555The Story of the Secret Star System“ zu einer außerirdischen Band, die in den Musikvideos von Daft Punk ihre heroische Geschichte erzählen.

Handlung: Auf einem uns unbekannten Planeten feiert eine Band aus vier Mitgliedern viele musikalische Erfolge. Der unheimliche Musikproduzent Earl von Darkwood wird darauf aufmerksam und lässt Octave, Stella, Arpegius und Baryl entführen. Der Versuch der Sicherheitsbeamten, rechtzeitig einen Alarm auszulösen, scheitert. Sie können jedoch einen jungen Piloten mit dem Namen Shep erreichen, der sich sofort auf die Suche nach der Band macht. Währenddessen wird die Band auf den Planeten Erde verschleppt, in normale Menschen verwandelt und über eine geheime Technologie willenlos gemacht. Sie arbeiten rund um die Uhr als Band Crescendolls und müssen dem Musikproduzenten Erfolge liefern. Durch ihr Talent werden sie schnell berühmt. Shep findet sie und kann drei Bandmitglieder befreien. Beim Fluchtversuch wird er schwer verletzt und stirbt. Stella bleibt in der Gewalt von Darkwood. Die anderen drei sind auf sich allein gestellt und müssen einen Weg nach Hause finden. Dabei lüften sie das Geheimnis hinter dem Mythos Darkwood. (FSK: k.A.)

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Wählen und Kritisieren II

Wieso findet sich Rassismus auf einem Hobbyblog wieder?

Da bin ich wieder. Habe weiter nichts gefunden, was so perfekt ist wie die Mathematik. Mathe, wo es nur „richtig“ und „falsch“ gibt. Noch immer keine Antwort darauf gefunden, warum Kritik grundsätzlich schlecht sein muss. Die letzten Tage, eigentlich Jahre, haben dennoch einen merkwürdigen Geschmack des Kritisierens hinterlassen…

Dieses Mal geht es um Social Media, Presse und den Umgang mit den USA. Scheut ihr euch vor diesem Thema? Ich nicht. Muss ich dazu etwas sagen? Definitiv Nein. Man duldet keinen Rassismus, nur weil man schweigt. Das übrigens von einer Person, die mit Rassismus Erfahrungen gemacht hat.Weiterlesen »

Helden der Kindheit und Kindheitsserien… [Medienbio #13]

Der lang versprochene Beitrag zu Kinderserien (ohne Animes). Kinderfilme kommen separat.

Nach einem gestrigen Vorfall von Gewalt bei den Nachbarn entschloss ich mich zum Aufgreifen diesen Themas, um etwas positives zu machen. Es gibt viel, was einem das Fernsehen geben kann, wenn man klein ist. Ganz besonders, wenn es draußen nicht schön, nicht sicher und nicht aufregend ist.

Auf Seite 2 gehe ich darauf noch einmal ein und möchte hiermit vorwarnen.

Kinderfernsehen war Routine…

Es fing natürlich an mit dem Zwergenprogramm, „Sandmännchen“ und Co. Meine früheste Erinnerung ans Fernsehen geht aber zurück auf die Zeit, als ich vermutlich fünf Jahre alt war. Mein Bruder dürfte noch nicht geboren sein worden und ich war zu klein, um samstags zu helfen. Auch wenn ich sehr früh freiwillig im Haushalt geholfen habe. Dafür hat meine Mutter stets den Glastisch übrig gelassen, der immer schön glänzte, wenn ich damit fertig war.

An jenem Samstag gab es Besuch. Ich saß mit Kroketten vormittags sehr nah am Fernseher und guckte „Teenage Mutant Ninja Turtles“ (USA). Ich glaube, ich hatte sogar den Teller auf dem Schoß. Daran merke ich, dass etwas besonders gewesen sein muss. Denn a) erlaubten meine Eltern sonst nicht, dass ich so nah am Gerät sitze und b) hätten sie mir gesagt, ich solle am Tisch essen.

Die Fernsehkanäle haben ihr Programm perfekt durchgeplant, um die Kinder früh… süchtig zu machen. Kinderfernsehen startet um 7 Uhr oder früher. Meine Freundin A schaute vor der Schule Fernsehen, was mir verboten wurde. Wenn ich am Wochenende sehr früh wach wurde, durfte ich auch nicht gucken. Wenn ich mir das Programm heute anschaue, glaube ich, hat meine Mutter richtig reagiert. Das meiste Zeug, was früh morgens kommt, ist für Kinder unter vier Jahren. Naja, eine Schulkameradin und ich haben auch mal „Die Teletubbies“ (GB) verfolgt… in der Oberschule…

Viel spannender waren die Werktage. Je mehr ich vom Programm am Nachmittag mitbekam, desto häufiger versuchte ich früher aus dem Hort gehen zu dürfen. Schließlich haben von den coolen Kids einige schon längst mit dem Hort aufgehört. RTL II, Sat1 und Kabel 1 waren die Privatsender mit dem größten Anteil am Kinderprogramm. Später kamen Super RTL und Nickelodeon hinzu. Schon ab der dritten oder vierten Klasse freute ich mich am meisten auf RTL II. Bevor ich Animes schaute, waren da zum Beispiel „Die Glücksbärchis„, deren Universum ich bis heute nicht verstanden habe. Mein Highlight war, wenn ich krank zu Hause bleiben konnte.

Was meine Mutter zu retten versuchte oder KIKA vs. RTL II…

Womit meine Mutter einverstanden war, waren Sendungen wie „Der Disney Club„, „Der Tigerenten Club„, „Hallo Spencer„, „Rappelkiste„, „Die Sendung mit der Maus„, „Siebenstein“ (habe den Buntstift vom Schreibwettbewerb!) und „Löwenzahn“. Solche Sendungen sind ab einem gewissen Alter nicht mehr interessant, aber als Erwachsener weiß man es wertzuschätzen.

Eine Show wie die beiden Clubs hatte Kindergruppen als Gäste. Man konnte gegeneinander antreten und etwas zum Spielen gewinnen. Für die Zuschauer zu Hause gab es auch Preise. Das hat natürlich in mir nicht ausgelöst, dass ich bei beidem ständig mitmachen wollte… Es gab Segmente, wo Serien gezeigt wurden. Immer Ausschnitte aus einer Folge. Man musste also dran bleiben. Am liebsten mochte ich „Twist Total“ (AUS), „Darwing Duck“ (USA), „Das Geheimnis des Sagala“ (POL), „Isnogud“ (FRA) oder „Ocean Girl“ (AUS). „Isnogud“ verdanke ich mein Interesse an der Stadt Bagdad.

Das Geheimnis des Sagala Ocean Girl Isnogud
(v.l.n.r.: Das Geheimnis des Sagala, Ocean Girl, Isnogud)

Die einzige deutsche Serie, an die ich mich erinnern kann, ist „Neues vom Süderhof„. Dort spielt Singa Gätgens mit, die später beim KIKA moderiert hat. Auch beim „Disney Club“ und „Tigerenten Club“ gab es Moderatoren, die ich später wieder sah. Antje Pinnow hat irgendwann bei „Logo! Kindernachrichten“ moderiert und kam schließlich bei politischen Sendungen der öffentlich rechtlichen Kanäle an.
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