Fazit Anime Berlin-Festival (2017)

Auch dieses Jahr ging ich zum Anime Berlin-Festival im Kino Babylon, welches zum zweiten Mal statt fand. Dieses Mal gab es ein Poster, das auch nach Anime aussah. Man hat sich erneut ein paar Dinge für die Veranstaltung ausgedacht. So gab es einen Workshop, Künstlerstände mit Ausstellung, ein Maidcafé, Filmvorträge und ein „Sailormoon„-Event. Das Publikum war jedoch wieder älter und untypisch für die Szene. Viele Sitze blieben leer, als ich dort war.

Im Programm gab es ein paar Highlights, die mich leider nicht ansprachen oder die ich verpasst hatte. Nicht angesprochen fühlte ich mich von der Makoto Shinkai-Reihe. Gestern startete ich wieder einen Versuch und schaute mir „Children who chase the lost voices“ (2011) an. Irgendwann ging ich hinaus, weil mir der Film nicht gefiel. Nach den ersten Filmen, die ich von ihm gesehen hatte, erhoffte ich mir wenigstens bei diesem einen Treffer, aber erneut war es ein Durchhänger. Die Ecchi-Reihe mit ihren FSK 18-Filmen sprach mich auch nicht an. Verpasst hatte ich leider die historischen Animes. Es war zeitlich einfach nicht drin. Zu schade. Bei dem „Ghost in the Shell„-Filmen habe ich schließlich auch „nein“ gesagt. Der Preis wurde gesenkt, aber bei 7€ geht es nach vier Filmen doch recht tief ins Portemonnaie. Leider wurde das Festivalticket abgeschafft. Ich frage mich, warum.

Durch die Arbeit und die Müdigkeit war dieses Mal wenig möglich. Immerhin konnte ich nun „Lupin III.“ (1979) nachholen. Ich kannte den tollen Soundtrack, der im Film nicht vorkam, aber noch in meinem Kopf war (Es ist nicht die jazzige oder funkige Musik, die ich meine.). Der Film ist etwas comichafter als erwartet, aber das traf auch auf andere Filmen zu. Lupin ist aber stylisch.

Ich schaute mir spontan den Film „Tekkonkinkreet“ (2006) an, weil dort ein Gespräch mit Michael Arias (u.a. „Animatrix„, „Harmony„) dazu gehörte. Sein Film „Harmony“ (2015) zierte dieses Jahr das Poster. Er ist einer der ersten nicht-japanischen Animateure in Japan gewesen und produzierte den Film, nachdem ein Mitbewohner ihn auf den Manga aufmerksam gemacht hatte. Der Film sei anders als der Manga hieß es beim Q&A. Das kann ich nicht beurteilen, aber mir fiel beim Gucken auf, dass der Anime teilweise sehr rund und geschliffen wirkt. Es gibt Symbolik verschiedener Religionen, durch die ich diesen Eindruck hatte. Dann die Jahreszeiten. Mir war es zu glatt, auch wenn der Film echt beeindruckend ist. Schon seltsam.

Ein Film, der überhaupt nicht glatt zu nennen ist, war „Mind Game“ (2004). Was für ein Trip! Ich bin froh, dass ich es noch geschafft hatte. Der Filme hat zwar auch seine ruhigen Momente, die sich echt hinziehen können, wenn man schon stundenlang auf den beinen war, aber es ist ungewöhnlich und vielfältig. Diese Art Anime kenne ich sonst nur von Animationsfestivals, wo vermeintlich anspruchsvolle Filme aus anderen Ländern laufen. Wäre die Sprache im Original nicht japanisch, hätte der sonstwoher kommen können. A pro pos Sprache… Deutsche Synchro…

Es war diesmal ein kurzes Vergnügen. Heute laufen noch in paar Filme, aber es spricht mich leider nichts an. Die Klassiker zu zeigen, halte ich für eine gute Idee. Ob es „Wicki und die starken Männer„, „Biene Maja“ und co sein müssen, ist eine andere Frage. Die Sitze werden nicht besser, aber man gewöhnt sich dran. Schade ist halt die Sache mit dem Preis. Dafür habe ich zwei RBTV-Fans gesehen!

Bleibt nur noch zu sagen, dass der Typ mit der Brille und dem gelben Babylon-Shirt immer und überall auftauchte. Deine Lache schallte über die Grenzen der Milchstraße hinweg.

Mag immer noch keine deutsche Synchro…
a|fiction|esse

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